Osteosynthese
Ärzte am LKH Bad Ischl nehmen mit einem neuen Implantat Schulterbrüchen den Schrecken
Jeder Knochenbruch stellt für PatientInnen im fortgeschrittenen Alter ein Risiko dar. Besonders kompliziert haben sich Frakturen des gelenksnahen Oberarmknochens erwiesen. Ein am Landes-Krankenhaus Bad Ischl neu entwickeltes Implantat überzeugt in seiner Wirkung nicht nur die Ärzte.
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Stabilisation einer Oberarmkopffraktur einer 83-jährigen Patienten mittels des neuen Implantats |
Die bisherigen Behandlungsresultate wie simple Ruhigstellung oder das Einsetzen einer Prothese waren immer gleich, leider immer gleich schlecht“, weiß Dr. Erwin Aschauer von der Abteilung für Unfallchirurgie in Bad Ischl. Als Facharzt für Unfallchirurgie arbeitete der Mediziner bereits vier Jahre am LKH Bad Ischl und verstärkt seit Oktober 2004 erneut das Team der Unfallchirurgie, nachdem er als Facharzt an der Landesklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie Salzburg wertvolle Erfahrungen sammeln konnte.
Das Implantat besteht aus zwei dünnen Metallplatten, die die Bruchstellen fest oder flexibel miteinander verbinden und zwei wesentliche Vorteile vereinen, wie Dr. Aschauer erklärt: „Zum einen ist beim Einsetzen der Platten nur ein kleiner Hautschnitt nötig, wobei die Durchblutung an der Bruchstelle nicht gestört wird. Das wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus. Zum anderen kann das Implantat im Körper des Patienten verbleiben und muss nicht in einer zweiten Operation entfernt werden.“
Mit der neuen Methode wurden bereits mehrere PatientInnen am LKH Bad Ischl behandelt und der Erfolg gibt den innovativen Ärzten und Entwicklern Recht. Dr. Aschauer weiß aus beruflicher Erfahrung, wie schmerzhaft und langwierig die Behandlung für die Betroffenen bisher war und freut sich umso mehr über die tollen Ergebnisse des neuen Implantats: „Da wir die Heilungserfolge durch eine Ruhigstellung nicht mehr verbessern konnten, mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Das neue Implantat verringert die Schmerzen, erhöht den Heilungserfolg und ermöglicht uns, auch älteren PatientInnen nach einem Sturz wieder ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.“

